Zahnpflege beim Hund: Warum Zähneputzen wichtig ist
Erfahren Sie, wie Sie die Zähne Ihres Hundes putzen und warum Zahnhygiene entscheidend für die Gesundheit ist. Tipps, Anleitungen und Produkte.

Haben Sie schon einmal bemerkt, dass Ihr Hund aus dem Maul riecht? Viele Hundebesitzer halten "Hundeatem" für normal, aber oft ist dies das erste Anzeichen für Zahnprobleme. Genau wie bei uns Menschen ist ein gesundes Gebiss für Hunde essentiell für ein langes und glückliches Leben.
In diesem Ratgeber tauchen wir tief in die Welt der Hundezähne ein. Wir erklären, warum Putzen so wichtig ist, wie Sie dabei vorgehen und welche Produkte Ihnen helfen können. Denn seien wir ehrlich: Ein frischer Kuss von Ihrem Vierbeiner ist doch viel angenehmer, oder?
Warum ist Zahnpflege so wichtig?
Viele Hundebesitzer vergessen die Zähne ihres treuen Begleiters. Doch schätzungsweise 80% aller Hunde über drei Jahren leiden an Zahnproblemen. Es beginnt meist mit Plaque, einem klebrigen Belag aus Bakterien, der zu Zahnstein verhärtet, wenn er nicht entfernt wird. Dies kann zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) führen.
Aber es bleibt nicht bei einem schmerzenden Maul. Bakterien aus der Mundhöhle können in die Blutbahn gelangen und Organe wie Herz, Nieren und Leber schädigen. Eine gute Zahnpflege ist also buchstäblich überlebenswichtig!
Anzeichen für Zahnprobleme
Wie erkennen Sie, ob Ihr Hund Probleme mit den Zähnen hat? Hunde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Achten Sie daher auf folgende Symptome:
- Mundgeruch: Ein starker, unangenehmer Geruch.
- Verfärbungen: Gelbe oder braune Ablagerungen auf den Zähnen (Zahnstein).
- Rotes Zahnfleisch: Entzündetes oder blutendes Zahnfleisch.
- Fressverhalten: Kauen auf einer Seite oder Fallenlassen von Futter.
- Verhaltensänderung: Weniger Spielfreude oder Kopfscheuheit.
Erkennen Sie einen dieser Punkte? Dann ist es Zeit zu handeln!

Schritt-für-Schritt: So putzen Sie die Zähne Ihres Hundes
Es klingt vielleicht wie eine unmögliche Aufgabe, aber mit Geduld und der richtigen Herangehensweise kann jeder Hund lernen, sich die Zähne putzen zu lassen.
Schritt 1: Gewöhnung
Fangen Sie nicht sofort mit der Zahnbürste an. Gewöhnen Sie Ihren Hund erst daran, dass Sie sein Maul berühren. Heben Sie die Lippen an und belohnen Sie ihn sofort mit einem Leckerli oder Lob. Üben Sie dies täglich, bis Ihr Hund entspannt bleibt.
Schritt 2: Die richtige Zahnpasta
Verwenden Sie niemals Zahnpasta für Menschen! Das enthaltene Fluorid ist giftig für Hunde. Es gibt spezielle Hundezahnpasten mit Geschmacksrichtungen wie Hühnchen oder Rind, was das Putzen viel angenehmer macht. Lassen Sie Ihren Hund zur Eingewöhnung etwas Pasta vom Finger lecken.
Schritt 3: Das Putzen
Wenn Ihr Hund an Ihre Finger und die Zahnpasta gewöhnt ist, können Sie die Zahnbürste einführen. Es gibt spezielle Fingerzahnbürsten oder doppelseitige Bürsten für Hunde.
Putzen Sie zuerst die Eckzähne und arbeiten Sie sich langsam nach hinten zu den Backenzähnen vor. Konzentrieren Sie sich vor allem auf die Außenseiten, da die Innenseiten oft durch die Zunge gereinigt werden. Machen Sie sanfte, kreisende Bewegungen.
Alternativen zum Zähneputzen
Klappt das Zähneputzen wirklich nicht, oder möchten Sie zusätzliche Unterstützung? Zum Glück gibt es gute Alternativen, die helfen, das Gebiss sauber zu halten.
Kausnacks
Kauen ist die natürliche Zahnbürste des Hundes. Durch das Kauen wird Plaque mechanisch abgerieben. Geben Sie Ihrem Hund täglich einen guten Kausnack.
Wasserzusätze
Eine sehr einfache Methode zur Unterstützung der Mundhygiene ist über das Trinkwasser. Es gibt spezielle Zusätze, die Bakterien bekämpfen und für frischeren Atem sorgen, ohne dass Ihr Hund viel davon merkt.
Wann zum Tierarzt?
Trotz guter Pflege kann Zahnstein entstehen. Es ist ratsam, das Gebiss Ihres Hundes jährlich beim Tierarzt kontrollieren zu lassen. Hat Ihr Hund bereits viel Zahnstein? Dann reicht Putzen oft nicht mehr aus und eine professionelle Zahnreinigung unter Narkose ist notwendig. Warten Sie nicht zu lange; Vorbeugen ist besser (und günstiger!) als Heilen.
Fazit
Die Zahnpflege ist kein Luxus, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Hundehaltung. Ob Sie nun täglich putzen, spezielle Snacks geben oder Wasserzusätze verwenden: Tun Sie etwas! Ihr Hund wird es Ihnen mit einem frischen Atem und einem gesunden Körper danken.
Starten Sie noch heute mit einer Routine und machen Sie dem "Hundeatem" ein Ende!






